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Welche neuen Emojis gibt es? Das steckt hinter dem größten Update seit Jahren

Ein Orca als Emoji hat länger auf sich warten lassen als so manches Sequel. Seit Jahren fragen Nutzer in Foren, warum es Delfine, Wale und sogar einen Narwal gibt – aber keinen Killerwal. Jetzt ist er da. Und er ist nicht allein.

Welche neuen Emojis gibt es? Mit Unicode 17.0, verabschiedet am 9. September 2025, kommen 163 neue Emojis – darunter acht komplett neue Konzepte, die es in dieser Form noch nie gab. Ausgerollt werden sie seit Ende 2025, mit vollem Schub im Jahr 2026 auf iOS, Android und WhatsApp.

Wer sein Handy aktuell hält, dürfte die ersten davon schon entdeckt haben oder bekommt sie in den nächsten Updates.

Warum dieses Update anders ist als die üblichen Emoji-Nachschübe

Jedes Jahr gibt es neue Emojis, klar. Aber meistens sind es Variationen: eine neue Frisur, ein neues Obst, eine Flagge mehr. Unicode 17.0 bringt dagegen acht Konzepte, die vorher schlicht nicht existierten – keine Abwandlung von etwas Bekanntem, sondern echte Lücken im emotionalen und visuellen Vokabular der digitalen Kommunikation, die endlich geschlossen werden.

Das ist der Unterschied zwischen „noch ein Emoji“ und „ein Emoji, das gefehlt hat“.

Welche neuen Emojis gibt es 2026? Die acht Kernkonzepte im Überblick

Welche neuen Emojis gibt es 2026 Die acht Kernkonzepte im Überblick

Hier die komplette Liste der neuen Grundkonzepte, die mit Unicode 17.0 eingeführt wurden:

  • Verzerrtes Gesicht – weit aufgerissene Augen, verschobene Konturen
  • Prügelwolke – die klassische Comic-Staubwolke für Keilereien
  • Balletttänzer – mit voller Unterstützung für alle Hauttöne
  • Orca – der lang ersehnte Killerwal
  • Behaartes Wesen – angelehnt an Bigfoot bzw. Sasquatch
  • Posaune – Verstärkung für die Musikinstrumente-Familie
  • Erdrutsch – herabstürzende Felsbrocken
  • Schatztruhe – hölzerne Kiste voller Gold

Dazu kommen zahlreiche Hautton-Varianten bestehender Emojis, die die Gesamtzahl auf 163 neue Zeichen treibt.

Was bedeuten diese Emojis 👉 Die zwei Stars des Updates

Zwei der neuen Emojis stechen heraus – und zwar messbar, nicht nur gefühlt.

Das verzerrte Gesicht: Warum ausgerechnet dieses Emoji zum Liebling wurde

Emoji hat im Juli 2026 den World Emoji Award von Emojipedia für das beliebteste neue Emoji des Jahres gewonnen. Auf den ersten Blick wirkt es fast beunruhigend – die Proportionen stimmen nicht, der Blick ist entgleist. Genau das trifft aber einen Nerv.

Klassische Symbole wie das weinende Lach-Gesicht oder das Skull-Emoji reichen vielen nicht mehr aus, um das Gefühl von totaler Überforderung, fassungslosem Staunen oder gedanklichem Blackout auszudrücken. Das verzerrte Gesicht liefert genau diese Nuance – roher, direkter, ehrlicher als alles, was es vorher gab.

Die Prügelwolke: Comic-Nostalgie für den Familienchat

Die Wolke landete auf Platz 3 der beliebtesten neuen Emojis 2026 – und das aus einem sehr sympathischen Grund. Niemand nutzt sie, um echte Konflikte darzustellen.

Sie funktioniert als humorvolles Signal für kleine, spielerische Meinungsverschiedenheiten: Wer schuld ist am letzten Bier, wessen Fußballverein wirklich besser spielt, wer die Fernbedienung versteckt hat.

Ein bisschen Batman-Comic-Feeling im Alltagschat, ohne jede Ernsthaftigkeit.

Ab wann sind die neuen Emojis verfügbar?

Ab wann sind die neuen Emojis verfügbar

Hier wird es konkret – und genau das interessiert die meisten Leser am Ende doch am meisten.

Neue Emojis bei iOS

Apple rollt Unicode-Updates traditionell mit den großen iOS-Versionen aus. Nach dem offiziellen Standard vom September 2025 ist die schrittweise Integration seit Ende 2025 angelaufen, mit dem Großteil der Verbreitung im Jahr 2026. Wer sein iPhone aktuell hält, sollte die neuen Symbole in der Standard-Tastatur finden.

Emojis bei Android new

Google folgt einem ähnlichen Rhythmus über die Systemtastatur Gboard sowie über Systemupdates. Auch hier gilt: Das Update kommt, aber nicht auf einen Schlag für alle gleichzeitig – ältere Geräte oder Custom-ROMs hinken naturgemäß hinterher.

Neue Emojis kommen bei WhatsApp

WhatsApp übernimmt in der Regel die Emoji-Darstellung des jeweiligen Betriebssystems, hat aber teils eigene Design-Anpassungen. Die neuen Zeichen erscheinen dort also zeitversetzt zum Systemupdate – meist mit spürbarer Verzögerung gegenüber iOS und Android direkt.

Praktische Einordnung: Lohnt sich das Update-Warten überhaupt?

Ganz ehrlich: Falls du nur auf den Orca wartest, brauchst du keine Geduld für ein riesiges Software-Update – die neuen Emojis kommen automatisch mit den regulären System- und App-Updates mit, die ohnehin laufen. Ein separates Herunterladen ist nicht nötig.

Interessant ist eher die Frage, wie sich diese neuen Symbole in bestehende Kommunikationsmuster einfügen. Spannend dabei: Passend zum World Emoji Day wurde der Emojitracker – das Tool, das die Emoji-Nutzung auf X/Twitter in Echtzeit misst – nach längerer Pause wiederbelebt und liefert jetzt aktuelle Zahlen dazu, welche Emojis wirklich im 0Daten statt Bauchgefühl.

Ein Update mit echtem Nutzwert

Nicht jedes Emoji-Update bringt etwas, das man wirklich gebraucht hat. Dieses schon. Ein Orca, eine Posaune, eine Schatztruhe – das sind keine Lückenfüller, sondern Symbole, die seit Jahren in Chats gefehlt haben.

Und mit dem verzerrten Gesicht bekommt die digitale Kommunikation endlich einen Ausdruck für das Gefühl, das die meisten von uns mehrmals täglich haben: kurz komplett überfordert zu sein.

 

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