Die ewige Debatte: Wer hat die Lizenz zum Töten am coolsten, charismatischsten und überzeugendsten verkörpert? Und, viel wichtiger, wer hat kläglich versagt? Die Rolle des James Bond ist eine Ikone der Popkultur, ein heiß begehrter Anzug, der nicht jedem Schauspieler passt. Seit dem Start der Franchise mit Dr. No im Jahr 1962 sind sechs offizielle Bond Darsteller in die Fußstapfen des berühmten MI6-Agenten getreten – jeder mit seinem eigenen Stil, seiner eigenen Ära und seiner eigenen umstrittenen Fangemeinde.
Wir tauchen tief in die Welt der Geheimagenten, Aston Martins und Martini-Bestellungen ein, um herauszufinden, warum die Diskussion um: schlechtester James Bond-Darsteller so hitzig geführt wird.
Ist es der Mann, der nur einen Versuch hatte? Der, dessen Filme zu campy wurden? Oder vielleicht der kantige Außenseiter, der die Fans polarisiert hat? Schnall dich an, denn dieser Bond Darsteller-Vergleich wird alles andere als geschüttelt oder gerührt – er wird seziert!
Der eine und einzige Schuss: George Lazenby und die Bürde des Originals
Wenn die Sprache auf den schlechtesten James Bond Darsteller kommt, fällt der Name des australischen Models George Lazenby fast immer zuerst. Doch ist diese Stigmatisierung wirklich verdient?
George Lazenby: Der einmalige 007
George Lazenby übernahm die Rolle 1969 in Im Geheimdienst ihrer Majestät (Originaltitel: On Her Majesty’s Secret Service), einem Film, der direkt auf Sean Connerys Ausstieg folgte. Das war keine leichte Aufgabe.
Connery hatte die Figur des 007 definiert. Lazenby war ein Unbekannter, der zuvor nur als Model gearbeitet hatte. Er brachte eine raue, physische Präsenz mit, die dem Roman-Bond nahekam, aber ihm fehlte das polierte Schauspielhandwerk und das natürliche Charisma, das Connery mühelos ausstrahlte.
George Lazenby als schlechtester James Bond-Darsteller?
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Der Connery-Schatten: Er trat direkt nach dem Ur-Bond an. Die Fans waren auf Connery geeicht, und ein Neuling hatte von Anfang an einen schweren Stand.
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Die Schauspiel-Kritik: Viele Kritiker bemängelten seine steife Performance und die hölzerne Dialogdarstellung. Er war physisch überzeugend, aber emotional weniger tiefgehend.
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Der frühe Abgang: Er spielte Bond nur einmal. Bevor der Film überhaupt Premiere feierte, kündigte er an, die Rolle nicht fortzusetzen – ein PR-Desaster, das die Produzenten dazu zwang, Connery für den nächsten Teil zurückzuholen. Das Narrativ des gescheiterten Agenten war geboren, auch wenn das Drehbuch zu Im Geheimdienst ihrer Majestät heute von vielen als eines der besten der gesamten Franchise gefeiert wird.
Seine kurze Amtszeit und sein Mangel an Erfahrung führten dazu, dass er oft als schlechtester Bond abgestempelt wurde. Aber sein Film ist heute ein Kult-Klassiker, ein Vorreiter für den düsteren Ton der späteren Daniel Craig Ära, was seine Leistung im Nachhinein rehabilitiert.
War er der schlechteste Bond Darsteller? Oder war er einfach seiner Zeit voraus? Die Diskussion bleibt umstritten.
Die lange Amtszeit von Roger Moore als Bond-Darsteller

Roger Moore hat Bond in sieben Filmen gespielt – länger als jeder andere offizielle Darsteller. Seine Ära war geprägt von Witz, Selbstironie und einem deutlich leichteren Ton. Aber genau diese Bond Darsteller-Interpretation ist für einige Fans ein Dorn im Auge.
Roger Moore: Der Gentleman mit dem Augenzwinkern
Roger Moore verkörperte einen charmanten, weltgewandten Agenten, der jede Gefahr mit einem coolen Spruch und einer erhobenen Augenbraue konterte. Seine Filme, wie Der Spion, der mich liebte oder Moonraker, setzten auf überzogene Action, wilde Gadgets und eine Prise Space-Opera, weit entfernt vom kalten Realismus, den Sean Connery etabliert hatte.
Kritik an Roger Moore und der Moore-Ära
Die Kritik an Moore zielt weniger auf seine schauspielerischen Fähigkeiten ab, als auf die Stilrichtung, in die sich die Franchise unter seiner Führung entwickelte.
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Zu viel Komödie: Für Puristen verlor Bond unter Moore seine gefährliche Kante. Er war zu sehr der lässige Playboy und zu wenig der eiskalte Killer, wie in Ian Flemings Romanen beschrieben. Die Oneliner wurden übermächtig, die ernsten Momente seltener.
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Das Alter: Bei seinem letzten Bond-Film war Roger Moore bereits 57 Jahre alt. Der Altersunterschied zu seinen Bond-Girls wurde immer deutlicher und trug nicht gerade zur Glaubwürdigkeit des actiongeladenen Agenten bei.
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Der Camp-Faktor: Filme wie Moonraker wurden von vielen als zu albern und überzogen empfunden. Sie drohten, die gesamte Franchise ins Lächerliche zu ziehen.
Ist Roger Moore deswegen der schlechteste James Bond Darsteller? Sicher nicht. Er ist einer der beliebtesten Bonds aller Zeiten.
Aber seine Interpretation ist die, die am weitesten vom fleming’schen Original entfernt ist und somit in der Debatte um den „schlechtesten“ oft als Beispiel für die „Verweichlichung“ des Agenten herangezogen wird.
Der ernsthafte Versuch: Timothy Dalton und der Kampf um Realismus
Nach Roger Moores Ausstieg brauchte die Franchise einen Neuanfang. Die Wahl fiel auf Timothy Dalton, einen klassischen Theaterschauspieler, der versprach, Bond zurück zu seinen dunkleren, ernsteren Wurzeln zu führen.
Timothy Dalton: Der missverstandene Bond
Timothy Dalton verkörperte Bond in nur zwei Filmen, Der Hauch des Todes und Lizenz zum Töten. Seine Darstellung war intensiv, geerdet und deutlich kälter als die seiner Vorgänger.
Er war der erste James Bond Darsteller, der konsequent versuchte, Ian Flemings ursprüngliche Vision eines melancholischen, harten Geheimagenten umzusetzen.
Warum Timothy Dalton polarisierte
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Zu ernst für die 80er: In einer Ära, die sich an Roger Moores Leichtigkeit gewöhnt hatte, wirkte Timothy Daltons grimmige, humorlose Interpretation befremdlich. Sein Bond war weniger charmant, sondern eher düster und vom Job gezeichnet – ein Vorgriff auf Daniel Craigs späteren Erfolg.
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Lizenz zum Töten:** Sein zweiter Film war überraschend brutal und düster, was einige Fans abschreckte, die einen eskapistischen, selbstironischen Bond erwarteten. Der Film war kommerziell weniger erfolgreich und wurde oft als zu harsch oder „un-Bondisch“ kritisiert.
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Vertragsquerelen: Seine kurze Amtszeit hatte auch rechtliche Gründe, die seine Ära unvollendet ließen.
Der polierte Charmeur: Pierce Brosnan und das 90er-Jahre-Comeback
Als Pierce Brosnan 1995 mit GoldenEye die Rolle übernahm, erlebte die Franchise ein fulminantes Comeback. Er schien die perfekte Balance zwischen dem Charme eines Roger Moore und der Härte eines Sean Connery zu finden.
Pierce Brosnan: Die goldene Mitte
Pierce Brosnan lieferte einen kultivierten, gut aussehenden, aber auch gefährlichen Agenten ab. Seine ersten beiden Filme waren ein voller Erfolg und definierten Bond für die 90er neu.
Die Fallstricke der Brosnan-Ära
Trotz eines starken Starts wird Pierce Brosnans Ära oft kritisiert, weil die Qualität seiner letzten beiden Bond Filme stark nachließ.
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Der Technologie-Overkill: Filme wie Die Welt ist nicht genug und vor allem Stirb an einem anderen Tag litten unter einem übermäßigen Einsatz von Gadgets und CGI. Unsichtbare Autos und überzogene Effekte entfremdeten die Franchise vom realistischeren Ton.
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Formelhaftigkeit: Die Bond Filme wurden zunehmend formelhafter. Brosnans Charisma konnte die immer schwächer werdenden Drehbücher nicht mehr retten.
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Stirb an einem anderen Tag:** Dieser Film, der mit einem unsichtbaren Auto und einer gigantischen Eispalast-Schlacht endete, wird von vielen Fans als einer der schlechtesten Bond Filme der gesamten Reihe angesehen. Dies war das unrühmliche Ende von Pierce Brosnans Laufzeit.
Daniel Craig als James Bond im Casino Royale

Der britische Schauspieler Daniel Craig trat 2006 mit Casino Royale an und krempelte die gesamte Franchise um. Sein Bond war blond, kantig, brutal und emotional zerrissen – der größte Bruch mit dem bisherigen Bond Darsteller-Image.
Daniel Craig: Der fleming’sche Killer
Daniel Craigs Bond ist der am stärksten an Ian Flemings Roman-Bond angelehnte: ein professioneller Killer mit einer rauen Kante, der Schmerz empfindet, Fehler macht und echte Beziehungen eingeht. Casino Royale und Skyfall gelten als Meisterwerke und belebten die Franchise neu.
Warum Daniel Craig immer noch umstritten ist
Obwohl Daniel Craigs Ära kommerziell äußerst erfolgreich war, ist er in der Diskussion um den schlechtesten James Bond Darsteller immer noch präsent.
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Der Bruch mit der Tradition: Sein Mangel an klassischem „Suave“ (Eleganz, Weltgewandtheit) störte Traditionalisten. Er war zu muskulös, zu grimmig, zu wenig der Smoking tragende Gentleman-Spion, den man gewohnt war.
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Zu ernst, zu düster: Die durchgehende, ernste Handlung machte die Filme sehr dunkel. Einige Fans vermissten den leichten, humorvollen Eskapismus der alten Bond Filme.
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Ein Quantum Trost:** Dieser Film wird oft als Craigs schwächster Film genannt. Die schnelle Schnitttechnik und die unübersichtliche Handlung enttäuschten viele Zuschauer.
Daniel Craig ist definitiv kein schlechtester Bond Darsteller, aber seine radikale Abkehr vom populären Idealbild machte ihn zu einem umstrittenen Darsteller. Er hat James Bond modernisiert und gerettet.
Das Urteil: Wer ist nun schlechtester James Bond-Darsteller?

Die Suche nach dem schlechtesten James Bond Darsteller führt uns zu einer Erkenntnis: Es gibt ihn nicht. Alle Darsteller haben ihren Platz in der Franchise gefunden.
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George Lazenby: Der häufigste Kandidat, aber nur wegen seiner kurzen Amtszeit und mangelnder Erfahrung. Sein Film ist heute hoch angesehen.
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Roger Moore: Gilt als schlechtester Bond Darsteller für diejenigen, die James Bond lieber als kalten Krieger statt als humorvollen Gentleman sehen.
Der schlechteste James Bond Darsteller ist am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn man aber die allgemeine Stimmung, die kritische Aufnahme und die unmittelbaren Reaktionen auf den Darsteller nach seinem Film betrachtet, fällt die Wahl oft auf George Lazenby.
Er konnte sich nicht etablieren, sein Schauspiel wurde kritisiert und er machte nur einen Film.
Aber die Ironie des Schicksals macht sein Bond-Film zu einem der besten und einflussreichsten. Er ist somit der am wenigsten erfolgreiche, aber nicht unbedingt der schlechteste Bond Darsteller in Bezug auf die Qualität seines Beitrags.
Die schlechteste Bond-Filme und andere Kontroversen
Welcher James Bond Film gilt als der schlechteste?
Die Diskussion um den schlechtesten James Bond Film ist oft weniger umstritten als die über den Darsteller. Hier gibt es zwei klare Favoriten:
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Stirb an einem anderen Tag (Die Brosnan-Ära): Viele Fans halten diesen Film wegen seines überzogenen CGI und des unsichtbaren Autos für den Tiefpunkt der gesamten Franchise.
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Ein Quantum Trost (Die Craig-Ära): Er litt unter einem komplizierten Plot und zu schnellen, verwirrenden Actionszenen.
Wer war der beste James Bond-Darsteller?
Der „Beste“ ist ein Kopf an Kopf Rennen zwischen:
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Sean Connery: Der Klassiker, der Archetyp. Er hat die Rolle erfunden.
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Daniel Craig: Der moderne Realist, der die menschliche Seite des Agenten zeigte.
Wer hat die Rolle von James Bond abgelehnt?
Einige bekannte Namen haben die Rolle bewusst abgelehnt, darunter Cary Grant und Clint Eastwood, da sie sich nicht auf eine gesamte Franchise festlegen oder als Amerikaner die britische Rolle spielen wollten.
Fazit: Schlechtester James Bond-Darsteller
Die Debatte um den schlechtesten James Bond Darsteller ist ein Symptom dafür, wie sehr die Fans die Figur lieben. Jeder Bond Darsteller hatte seine Stärken und Schwächen.
Keiner von ihnen ruinierte die Franchise wirklich, aber alle mussten sich der gnadenlosen Kritik stellen, die diese ikonische Rolle mit sich bringt.


