Rund 28 Jahre seines Lebens verbringt ein Mensch durchschnittlich im Bett – entweder beim Schlafen oder zumindest beim Versuch, in den Schlaf zu finden. Denn vielen fällt es nicht leicht, ins Reich der Träume einzutauchen. Abhilfe kann die gezielte Umgestaltung des Schlafzimmers schaffen. Das Ziel: sich eine gemütliche Wohlfühloase mit guten Schlafbedingungen einzurichten.
Das Bett ist das unumstrittene Zentrum im Schlafzimmer
Acht Stunden und 37 Minuten schlafen die Deutschen pro Nacht – am liebsten natürlich in einem bequemen Bett. Wer sich darin richtig entspannen möchte, sollte insbesondere auf den Härtegrad der Matratze achten. Orientierung bieten die folgenden Werte:
- H1 für ein Körpergewicht bis 60 Kilogramm
- H2 für ein Gewicht zwischen 60 und 80 Kilogramm
- H3 für ein Körpergewicht zwischen 80 und 100 Kilogramm
- H4 für ein Gewicht ab 100 Kilogramm
Soll es eine ultrafeste Variante sein, kommt eine H5-Matratze infrage. Sie eignet sich für alle, die mehr als 130 Kilogramm auf die Waage bringen.
Damit die Matratze als Basis für den erholsamen Schlaf lange ihre Qualität behält, liegt darauf ein Matratzentopper. Er dient als Schutz – etwa vor Schweiß oder Staub – und kann gleichzeitig den Liegekomfort optimieren.
Doch nicht nur die Ausstattung des Betts nimmt auf die Nachtruhe Einfluss. Auch seine Position im Schlafzimmer kann entscheidend sein, wie der nächste Morgen startet:
- Sinnvoll ist es, das Bett in einen ruhigen Bereich des Raums zu stellen. Möglichst weit von Fenster und Zimmertür entfernt.
- Vorzugsweise befindet sich hinter dem Kopfteil des Bettes eine feste Wand.
- Das Bett steht am besten so, dass beim Schlafen die Füße in Richtung Tür zeigen.
Unterbewusst entsteht durch diese Position ein Gefühl der Sicherheit, das für den erholsamen Schlummer besonders wichtig ist.
Minimalismus im Schlafzimmer

Das Bett ist das wichtigste Möbelstück im Schlafzimmer, jedoch selten das einzige. Meist befinden sich auch Nachttische, Kleiderschrank und vielleicht sogar ein Fernsehtisch samt Fernseher in dem Raum, der Ruhe und Entspannung symbolisiert.
Wer sein Schlafzimmer einrichtet, hält sich jedoch besser an das Motto: weniger ist mehr. Sammeln sich in einem Raum viele Dinge an, entsteht schnell ein chaotischer Eindruck. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn das Hab und Gut nicht hinter Schranktüren verborgen ist, sondern offen im Regal liegt.
Diese Überforderung fürs Auge wirkt aufwühlend und kann es unterbewusst erschweren, in den Schlaf zu finden. Daher ergibt es Sinn, das Schlafzimmer gründlich auszumisten. Alle Dinge, die nichts mit Schlaf oder Sex zu tun haben, sollten einen neuen Platz außerhalb des Raums finden.
Nicht zu warm und nicht zu kalt
Eine ruhige und behagliche Schlafumgebung unterstützt dabei, sich zu entspannen und dadurch leichter einschlafen zu können. Einfluss auf dieses Wohlfühlambiente nimmt auch die Temperatur im Schlafzimmer. Vorzugsweise liegt sie zwischen 16 und 20 Grad Celsius.
Ist der Raum überhitzt, fällt nicht nur das Einschlafen schwer. Starkes Schwitzen in der Nacht kann auch das Durchschlafen beeinträchtigen. Ebenso leidet die Schlafqualität, wenn nachts vor Kälte sprichwörtlich die Zähne klappern.
Um beides zu vermeiden, hilft das Lüften vor dem Schlafengehen. Bleibt das Fenster für zehn Minuten offen, gelangt genügend frische Luft ins Zimmer. Sie kühlt einen zu warmen Raum herunter und verbessert dadurch das Raumklima.
Bei offenem Fenster zu schlafen, empfiehlt sich jedoch nicht. Herrschen nicht gerade tropische Nächte, können die Temperaturen nachts stark fallen. Das Schlafzimmer kühlt dadurch aus und das Risiko einer Erkältung steigt.
Auch andere Gründe sprechen gegen das Non-stop-Lüften in der Nacht:
- Insbesondere an stark befahrenen Straßen kann durch das offene Fenster die Luftqualität im Schlafzimmer sinken.
- Nächtlicher Lärm führt zu einem Anstieg der Stresshormone und damit zu unterbewusstem Stress.
- Licht von draußen – etwa durch Autoscheinwerfer oder Straßenlaternen – kann die Schlaftiefe beeinträchtigen.
Lichtquellen vor dem Schlafzimmerfenster können nachts zum Problem werden. Um sie optisch auszusperren, ergibt ein Sichtschutz Sinn. Jalousien oder Verdunklungsvorhänge sind eine gute Wahl. Noch besser sind stabile Rollläden, die gleichzeitig als Einbruchsschutz dienen können.


